Raumluftreiniger

Raumluftreiniger, vielfach auch Luftreiniger genannt, können die Raumluft von verschiedensten Schadstoffen und Allergenen befreien. Dazu zählen unter anderem Lösungsmittel, Formaldehyd, Pollen und Hausstaub. Von Raumluftreinigern profitieren zum Beispiel besonders Allergiker und Asthmatiker. Aber auch in Krankenhäusern, Altersheimen oder Frisörsalons kann der Einsatz der Geräte sinnvoll sein.

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Raumluftreiniger

Raumluftreiniger – wozu braucht man sie?

Raumluftreiniger können bei entsprechender Filterausstattung gegen eine Vielzahl von Schadstoffen und Allergenen wirken. Dies führt zu einem sehr großen und variablen Einsatzspektrum der Raumluftreiniger. In Privathaushalten werden Luftreiniger sehr oft gegen Allergene wie Pollen, Tierhaare, Schimmelpilzsporen und Hausstaub eingesetzt. Viele Privatkunden schätzen aber auch die Wirkung der Geräte gegen flüchtige organische Chemikalien (VOC) wie Lösungsmitteldämpfe oder Formaldehyd. Die Schadstoffbelastung durch Tabakrauch können Luftreiniger ebenso reduzieren wie unangenehme Gerüche.
Im gewerblichen Bereich werden Raumluftreiniger zum Beispiel in Arztpraxen und Altersheimen zur Bekämpfung von Viren und Bakterien eingesetzt. In Frisörsalons und Raucherlounges steht die Beseitigung von flüchtigen Luftschadstoffen durch Haarsprays bzw. Tabakrauch und von Gerüchen im Vordergrund.


Welche unterschiedlichen Raumluftreiniger werden angeboten?

Unter dem Überbegriff „Raumluftreiniger“ werden Geräte mit teilweise sehr unterschiedlicher Filtertechnologie und Reinigungsleistung angeboten. Nachfolgende Zusammenfassung verschafft einen groben Überblick über die gängigen Filtertechnologien und deren Wirkung gegen Schadstoffe:

Raumluftreiniger mit Mehrfachfiltern:

Mit einer Kombination aus einem sehr engmaschigen HEPA-Filter (Schwebstofffilter), Aktivkohlefilter und einem Ionisator können sowohl flüchtige Schadstoffe wie Lösungsmitteldämpfe (durch Aktivkohle) als auch nicht flüchtige Schadstoffe wie Pollen und Hausstaub (durch HEPA-Filter) abgeschieden werden. Außerdem sind hochwertige HEPA-Filter auch dazu in der Lage, viele Bakterien und Viren abzuscheiden.
Einige Luftreiniger verwenden als zusätzliche Reinigungsstufe einen Ionisator, der durch die Erzeugung von Ionen Partikel im Raum binden kann. HEPA-Filter und Aktivkohlefilter müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Außerdem benötigen Raumluftreiniger mit Mehrfachfiltern ein Gebläse, das Betriebsgeräusche verursacht.

Ionisator:

Ionisatoren gehören zu den filterlosen Raumluftreinigern . Ein Ionisator gibt negativ geladene Ionen (Teilchen) an die Raumluft ab. Diese binden sich an positiv geladene Schmutzpartikel und erzeugen so relativ große Schmutzcluster. Diese sinken durch ihr Eigengewicht zu Boden und werden so der Raumluft entzogen. Manche Luftreiniger ziehen auch die negativ geladenen Schmutzpartikel mit einem positiv geladenen Sammler an. Außerdem können negativ geladene Ionen teilweise positive Wirkungen auf die Gesundheit haben. Ionisatoren zeichnen sich oft auch dadurch aus, dass sie nur einen Stromverbrauch von wenigen Watt pro Stunde haben. Von einigen Herstellern werden allerdings Ionisatoren verkauft, die reizendes Ozon freisetzen.1

Für Ionisatoren spricht ihr lautloser Betrieb und der geringe Wartungsaufwand. Außerdem werden negativen Ionen positive Effekt auf die Gesundheit zugesprochen.


Luftwäscher:

Zu den Raumluftreinigern werden oft auch Luftwäscher gezählt. Diese können die Raumluft gleichzeitig reinigen und befeuchten. Sie sind also Luftreingier und Luftbefeuchter in einem. Dies kann besonders im Winter praktisch sein bzw. in Räumen, in denen die Luft tendenziell zu trocken ist.
In einem Luftwäscher rotieren Scheiben in einem Wasserbecken. An den feuchten Scheiben bleiben Partikel wie Pollen und Hausstaub haften. Beim Eintauchen in das Wasserbecken werden diese dann abgewaschen und im Wasser gebunden. Gleichzeitig verdunstet von den Scheiben ständig Wasser und befeuchtet so die Raumluft.
Luftwäscher benötigen relativ wenig Energie. Allerdings ist die Reinigungsleistung besonders bei flüchtigen Schadstoffen geringer als bei Raumluftreinigern und die Geräte können teilweise leicht verkeimen.


Angebote vor dem Kauf überprüfen


Da es sehr viele Angebote für Raumluftreiniger auf dem Markt gibt, lohnt es sich nicht immer, ein Gerät sofort zu kaufen, sondern eher, die in Frage kommenden Produkte vor dem Kauf ausführlich zu vergleichen. Nicht immer ist ein Gerät gut dazu geeignet, die für Sie relevanten Schadstoffe aus der Atemluft zu filtern.
Einen Raumluftreiniger Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2016 oder dem Vorjahr gibt es leider nicht. Daher sollte man vor dem Kaufen auf die Testresultate anderer Stellen (z.B. die, die durch den Hersteller angegeben werden) schauen. Viele unabhängige Stellen verleihen Prüfsiegel für Produkte zur Luftreinigung. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Luftreiniger Test.
Relevante Kenngrößen für den Raumluftreiniger-Kauf sind z.B. Gewicht in kg, Leistung bzw. Eignung bezogen auf die Raumgröße, Stromverbrauch, Lautstärke in dB, Filtrationsspektrum und die Folgekosten.








Referenzen zu "Raumluftreiniger":

1 California Environmental Protection Agency, „Evaluation of Ozone Emissions
From Portable Indoor Air Cleaners...“: http://www.arb.ca.gov/research/indoor/esp_report.pdf






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