Rauchverzehrer

Rauchverzehrer

Rauchverzehrer waren zwischen 1950 und 1960 in vielen Raucherhaushalten weit verbreitet. Die Geräte sind mit einem elektrischen Heizelement versehen, das Duftöle verdampft und so Tabakrauch „verzehren“ soll. Heute sind die ursprünglichen Geräte zu Rauchverzehrung kaum noch in Gebrauch und der Begriff Rauchverzehrer wird teilweise für Luftreiniger verwendet, die eine Wirkung gegen Tabakrauch haben.

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Rauchverzehrer

Was ist ein Rauchverzehrer?

Rauchverzehrer bestehen meist aus Porzellanfiguren, die sehr oft Tiermotive wie Hunde, Katzen oder Elefanten darstellen. Ab 1970 endete die Popularität der Geräte ziemlich abrupt. Rauchverzehrer sind im Inneren mit einem Heizelement (meistens Glühlampe) ausgestattet, das ein speziell für die Geräte angebotenes Duftöl verdampft. Auf diese Weise sollte Tabakrauch „verzehrt“ werden. Eine Wirkung von Duftöl gegen Tabakrauch ist aber in keiner Weise vorhanden. Das Öl überdeckt lediglich den Geruch des Rauchs und entfernt keinerlei schädliche Bestandteile des Tabakrauchs aus der Raumluft. Die Geräte leisten allenfalls einen Beitrag zur Umverteilung von Tabakrauch im Raum, da das Heizelement eine gewisse Luftströmung erzeugte.


Luftreiniger als Rauchverzehrer


Einige Hersteller von Luftreinigern gegen Tabakrauch versehen ihre Geräte zusätzlich mit der Bezeichnung „Rauchverzehrer“. Dies geschieht aber allein aus Marketinggründen, da heutige Luftreiniger mit den ursprünglich angebotenen Rauchverzehrern keine Gemeinsamkeiten haben. Luftreiniger gegen Tabakrauch sind meist mit leistungsfähigen Schwebstofffiltern (HEPA-Filter), Aktivkohlefiltern und Ionisatoren ausgestattet. Durch diese Filterkombination können Luftreiniger flüchtige (z.B. Formaldehyd, Benzol, Nikotin) und nicht flüchtige Bestandteile (z.B. Feinstaub, Teer) von Tabakrauch aus der Raumluft entfernen.


Warum sind Rauchverzehrer bzw. Luftreiniger gegen Tabakrauch sinnvoll?


Als Luftreiniger gegen Tabakrauch konzipierte Rauchverzehrer können die Schadstoffbelastung in der Luft von Raucherwohnungen, Gaststätten oder Raucherlounges senken. Eine vollständige Schadstofffreiheit kann durch die Geräte allerdings nicht erreicht werden. Tabakrauch enthält eine Vielzahl von gesundheitsschädlichen und teilweise krebserregenden Schadstoffen wie Benzol, Formaldehyd, Nikotin, Teer und Feinstaub. Beim Rauchen wird nur ein geringer Teil des Tabakrauchs inhaliert. Der überwiegende Teil des Rauchs entweicht als sogenannter Nebenstrom in die Raumluft. Durch die unvollständige Verbrennung enthält der Nebenstrom mehr Schadstoffe als der inhalierte Rauch und birgt daher für Raucher und Passivraucher ein hohes Gesundheitsrisiko.
Besonders Kinder reagieren auf Tabakrauch sehr empfindlich und sollten daher im besonderen Maße vor Tabakrauch geschützt werden.1
Luftreiniger bekämpfen nicht nur Tabakrauch. Die Geräte scheiden zum Beispiel auch Allergene wie Pollen und Hausstaub aus der Raumluft ab und tragen so insgesamt zu einer Verbesserung der Luftqualität bei.

Wo kommen Rauchverzehrer am besten zum Einsatz?

Rauchverzehrer bzw. Luftreiniger sollten am besten an der Raumdecke positioniert werden, da warmer Tabakrauch zuerst an die Decke steigt. Eine Deckenmontage von leistungsstarken Rauchverzehrern für den gewerblichen Einsatz ist besonders in stark von Rauchern frequentierten Gaststätten und Raucherlounges sinnvoll.
Für den Einsatz in Privatwohnungen werden Luftreiniger meist als Standgeräte angeboten. Um eine Ausbreitung des Rauchs in der Wohnung oder im Haus möglichst zu verhindern, empfiehlt es sich, die Geräte nah an der Rauchquelle aufzustellen.
Um Tabakrauch effektiv zu bekämpfen sollten Luftreiniger im Raucherraum das Raumluftvolumen (Länge x Breite x Höhe des Raums in m) mindestens fünfmal in der Stunde filtern können.




Referenzen zu "Rauchverzehrer":

1 Deutsches Krebsforschungszentrum, „Passivrauchende Kinder in Deutschland“: https://www.dkfz.de/de/rauchertelefon/download/Passivrauchende_Kinder_4_Auflage.pdf







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