Luftentfeuchter

Luftentfeuchter

Luftentfeuchter, kurz Entfeuchter, können zum Beispiel zu feuchte Luft in Wohn- oder Kellerräumen beseitigen. Die Geräte werden aber auch zum Entfeuchten von Neubauten oder Bibliotheken eingesetzt. In Entfeuchtern kommen unterschiedliche Entfeuchtungstechniken zum Einsatz, die ihre spezifischen Vor- und Nachteile haben.

Luftentfeuchter

Luftentfeuchter – warum kann ihr Einsatz sinnvoll sein?


Luftentfeuchter können das Auftreten und Wachstum von gesundheitsschädlichen Schimmelpilzen verhindern. Schimmelpilze wachsen besonders gut an kühlen feuchten Stellen, wie sie sich zum Beispiel an schlecht isolierten Kondensationspunkten in Innenräumen bilden.1 Auch Teppiche, Polstermöbel oder Tapeten können bei hoher Luftfeuchtigkeit leicht von Schimmelpilzen und feuchtigkeitsliebenden Mikroorganismen befallen werden.
In Bibliotheken, Museen oder denkmalgeschützten Bauten können Luftentfeuchter die Zersetzung von Papier und anderen organischen Materialien wie Holz verhindern, die durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit gefördert wird.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit verhindern

Neben Luftenfeuchtern gibt es auch andere präventive Maßnahmen gegen zu feuchte Luft. Dazu zählt unter anderem das richtige Lüften durch Stoßlüftung. Dieses sollte 2 – 3 Mal täglich für ca. 5 – 10 Minuten erfolgen. Nach dem Duschen, Baden oder Kochen sollten Badezimmer bzw. Küche ebenfalls gelüftet werden, um den Niederschlag von Kondenswasser zu vermeiden.
Kellerräume sind aufgrund der oft hohen Luftfeuchtigkeit und kühlen Wänden für Schimmelbefall besonders anfällig. Deshalb sollte in schlecht gelüfteten Kellerräumen möglichst keine Wäsche getrocknet werden.
Warme Luft kann Feuchtigkeit besser speichern als kalte Luft. Eine Raumtemperatur von mindestens 19° Grad beugt daher dem Niederschlag von Kondenswasser vor. Als optimal für Innenräume wird eine Luftfeuchtigkeit von 40 – 60 % angesehen.

Wie arbeiten Luftentfeuchter?

Von Luftentfeuchtern werden unterschiedliche Typen angeboten, die zum Entfeuchten der Luft verschiedene Technologien einsetzen. Die wichtigste Leistungskennzahl für Luftentfeuchter ist die Entfeuchtungsleistung, die in Litern pro Tag angegeben wird.

Kondensation:

Luftentfeuchter mit Kondensationstechnik leiten feuchte Raumluft mit einem Gebläse über einen Kühlkörper mit großer Oberfläche. An diesem kondensiert die Feuchtigkeit der Luft. Das so entstehende Kondenswasser wird in einen Auffangbehälter geleitet, der regelmäßig geleert werden muss.
In Luftenfeuchtern für den privaten Anwendungsbereich sind für die Kühlung meist Kompressoren verbaut, die zusätzlich zum Ventilator Betriebsgeräusche verursachen. Günstige Modelle verwenden auch einen elektrothermischen Wandler (Peltier-Element) zu Kühlung. Dieser arbeitet geräuschlos. Allerdings ist die Leistung im Vergleich zum Kompressor geringer.

Adsorptionsmittel:

Eine weitere Technik zum Entfeuchten der Luft ist die Verwendung von Adsorptionsmitteln wie Kieselgel (Siliciumdioxid). In Luftentfeuchtern mit Adsorptionstechnik strömt die Luft mit Hilfe eines Ventilators am Adsorptionsmittel vorbei. Dabei kommt es zu einer Adsorption (Anlagerung) und Kondensation von Feuchtigkeit an dem Adsorptionsmittel. Ist das Adsorptionsmittel gesättigt, muss dieses durch eine automatische Trocknung regeneriert werden. Luftentfeuchter mit Adsorptionsmittel arbeiten meist leiser als Geräte mit Kompressoren.

Hygroskopische Flüssigkeiten:

Auch in Luftentfeuchtern mit hygroskopischen (feuchtigkeitsbindenden) Flüssigkeiten ist ein Ventilator für den Luftdurchsatz verbaut. Als hygroskopische Flüssigkeit werden meist wässrige Salzlösungen wie Calciumchlorid verwendet. Ist die Flüssigkeit mit Wasser aus der Raumluft gesättigt, erfolgt meist eine Regeneration durch Erhitzen. Die Regeneration muss häufig außerhalb des Einsatzortes erfolgen, da sonst die Feuchtigkeit wieder an die Raumluft abgeben wird. Dies stellt einen gewissen Nachteil entsprechend arbeitender Luftentfeuchter dar.


Referenz zu "Luftentfeuchter":

1 Bayerisches Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz: „Luftfeuchtigkeit im Haus messen...“: http://www.vis.bayern.de/produktsicherheit/praevention/verhalten/hygrometer.htm






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